Räuberkinder – So waren die Aufführungen

Freundschaft ist stärker

In drei furiosen Aufführungen des einstündigen Theaterstückes „Räuberkinder“ entführten am 12. und 13. Juli 24 Schüler der Grünewald-Grundschule Aschaffenburg Eltern und Mitschüler in die Phantasiewelt von Räuberbanden, Räuberwald und Burgen. Die Aufführungen der Theater-Arbeitsgemeinschaft auf der Bühne des Jukuz unter Regisseur Rektor Peter Popp haben schon seit mehreren Jahren Tradition.

Vier Monate lang hatten die Kinder geprobt, Texte gelernt und Kulissen erstellt. So entstanden in gemeinsamer Arbeit Bäume für den stimmungsvollen Räuberwald, eine bühnenfüllende Burg in Natursteinoptik sowie zahlreiche Requisiten. Bei den Aufführungen fungierten die Schauspieler auch als Kulissenschieber. Das von Peter Popp geschriebene Räuberstück lebte aber vor allem von den liebevoll gestalteten Kostümen, die von den Schülermüttern Marion Berger und Brita von Hoven ausgesucht und teilweise selbst angefertigt wurden.

Zwei verfeindete Räuberbanden fürchten um ihre Existenz: Während die Bande des berüchtigten Räuberhauptmanns Thure (Felix Westarp) noch sicher vor den Landsknechten auf ihrer Burg haust, wurden die Räuber um Hauptmann Benka (Mika Stenger) schon aus ihrer Räuberhöhle vertrieben und richten sich zum Leidwesen der Thurebande ebenfalls in einem Teil der Burg ein. Thures selbstbewusste Tochter Sveja (Zahra Hamid-Donoso) und Berkas Sohn Bertil (Max Berger) lernen sich heimlich auf der Burg kennen und schließen nach gemeinsamen Abenteuern Freundschaft. Gemeinsam schütteln sie im Wald die nervigen Rumpumpel und die Flugdruden ab, die ihnen nach dem Leben trachten.

Doch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt: Thure will die Benkaräuber mit allen Mitteln aus seiner Burg vertreiben. Deshalb lässt er Benkas Sohn ergreifen und als Druckmittel in Fesseln legen. Doch Sveja kann sich mit dieser Ungerechtigkeit nicht abfinden. Obwohl Bertil auf Drängen der beiden Mütter (energisch gespielt von Elisabeth Vollmuth und Anna Byrne) wieder freigelassen wird, ist das Vertrauen der Kinder in ihre Eltern tief erschüttert. Sie fliehen aus der Burg in den Wald und schwören sich, erst zurückzukehren, wenn die beiden Räuberbanden Frieden schließen und zusammenarbeiten. Es dauert einige Zeit und weitere Abenteuer, bis die beiden Hauptmänner endlich zur Vernunft kommen und Freundschaft schließen. Freundschaft ist eben stärker!

Mit Bravour bewältigten die Kinder ihre Rollen – eine Meisterleistung für die Hauptdarsteller mit bis zu 90 Sprecheinsätzen.

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Bilder: Brita von Hoven

Dieser Bericht findet sich auch im Main-Echo: Unser Echo vom 7. September 2018.

Es werden weitere Bilder der Aufführung folgen.