Schultheater: Der Schatz der Wikinger

„Kein Gold?!“
Wikingerschatz mit Überraschungen

Wild ging es zu am Freitag, 14. Juli 2017 in der Turnhalle der Grünewaldschule Aschaffenburg: Die Schultheatergruppe führte das Stück „Der Schatz der Wikinger“ von Peter Popp auf, welches schon bei den Schultheatertagen am 24. Mai im Stadttheater zu sehen war.
Das ist schon eine Blamage: Da lassen sich die unerschrockenen Wikinger um Häuptling Göran (Paul Berger) in ihrem Dorf Smyge ihren Schatz buchstäblich vor der Nase wegstehlen – ausgerechnet von Piratinnen! Klar, dass der Schatz zurückgeholt werden muss. So wollen sie mit dem Wikingerschiff in See stechen und hinter dem Boot von Oberpiratin Freya (Antonia Peitz) und ihren Freibeuterinnen (Zahra Hamid-Donoso, Vivien Kusy, Lilli Witzel, Katharina Weis) hersegeln.

Doch die Wikingerfrauen (Veronika Künstler, Katja Reimann) machen ihren Männern unmissverständlich klar, dass Brennholzhacken für den Winter angesagt ist. So müssen die tapferen Wikinger (u.a. Mika Stenger, Finn Lange, Max Berger, Tobias Ruth) heimlich zur Abenteuerfahrt aufbrechen. Allerdings sind längst nicht alle Wikinger so unerschrocken: Häuptlingssohn Ulf (Benjamin Tausch) möchte lieber zu Hause in Sicherheit bleiben, muss aber mitfahren, während dies den abenteuerlustigen Wikingermädchen Vyka (Lilly Mayer) und Signe (Viviane Dann) verboten wird („Das ist nichts für Mädchen!“). So schleichen diese sich ebenfalls heimlich an Deck. Es kommt, wie es kommen muss …

Der völlig überforderte Göran steuert das Schiff tagelang orientierungslos umher, bis schließlich die Piratinnen in einer turbulenten Szene das Schiff der überraschten Wikinger entern und diese gefangen nehmen. Mit ihren neuen Sklaven treten sie die Heimreise auf ihre Pirateninsel Hanö an.

Wären da nicht noch die Wikingerfrauen, nähme die Geschichte ein bitteres Ende. Die Frauen sorgen mit einer List für die Freilassung ihrer Familien – und dafür, dass zum Schluss jeder etwas von dem Schatz hat. Doch beim Öffnen der Kiste gibt es zunächst lange Gesichter: „Kein Gold?!“ Dafür finden sie darin allerlei Nützliches: Instrumente zur Orientierung auf See und – Damenschuhe! Klarer Fall, dass die Wikinger Kompass, Seekarte und Navi brauchen können, während sich die modebewussten Piratinnen über schicke Pumps freuen. So werden aus Gegnern schließlich sogar Freunde.
Für die einfallsreichen Kostüme und den Bau der stimmungsvollen Kulissen hatten Eltern gesorgt.
Die Kinder zeigten bei der Aufführung großartige Leistungen und durften sich über tosenden Beifall freuen.